Erst sammeln, dann mähen.

Dass Plastik sich zum Problem ausgewachsen hat, ist mittlerweile allen bekannt. Es im Alltag zu vermeiden, ist nicht immer leicht. Was man aber leicht vermeiden könnte, wäre das achtlose Wegwerfen von Plastikmüll in die Natur. Dass wir auch davon noch weit entfernt sind, davon können Initiativen wie „Schwalmtal räumt auf“ nicht nur ein Lied, sondern leider schon ganze Opern singen.

Müllproblem wird größer, wenn der Müll kleiner wird

So wandte sich die Initiative „Schwalmtal räumt auf“ Anfang Juni auf Facebook an die Öffentlichkeit, um zum wiederholten Male darauf aufmerksam zu machen, dass wieder einmal Grünstreifen in Schwalmtal gemäht worden seien, ohne dass vorher der Müll beseitigt worden war. Man habe die Gemeinde bereits mehrere Male darauf hingewiesen, dass man vor den Mäharbeiten den Müll beseitigen müsse. Wird Müll, und hier vor allem Plastikmüll, geschreddert, ist es für Müllsammler schier unmöglich, die kleinen Miniteile aus dem geschnittenen Gras zu klauben. Die Folge: Plastik gelangt noch leichter ins Erdreich und somit ins Grundwasser.

In dem Posting auf der Facebookseite von „Schwalmtal räumt auf“ heißt es:

„Gerade in Zeiten anhaltender Trockenheit und Hitze geht von dem Müll eine zusätzliche Gefahr aus: der Brennglaseffekt durch Glas, Folien und Verpackungen kann Brände auslösen. Und auch sonst sind Mikroplastik im Grundwasser und Risiken für die Tierwelt doch wohl Grund genug hier zu handeln.“

Hier muss und kann man Abhilfe schaffen

Ich hab mich daraufhin sofort entschlossen, hier initiativ zu werden und einen offiziellen Antrag zu stellen, dass vor jeder Grünschnitt-Maßnahme eine Müllentfernung stattfinden soll. Weil für diesen Antrag zunächst der Kreis Viersen zuständig ist, da viele Grünschnittmaßnahmen im Kreis auch von der Kreisverwaltung organisiert und verantwortet werden, haben wir den Antrag über den Kreisverband der Grünen gestellt. Hier kannst du diesen Antrag vom 8. Juni 2020 als PDF öffnen und lesen.

Wenn der Landrat als Adressat des Antrages ihn befürwortet, dann wird er ihn – so wünschen wir es uns – hoffentlich auch an Straßen NRW weiterreichen. Dann wären auch Landes- und Bundesstraßen inbegriffen und wir könnten durch diese Initiative letztendlich eine Menge für den Umweltschutz erreichen.

Antrag für Schwalmtal folgt

Auch die Gemeinde Schwalmtal sollte bei eigenen Schnittmaßnahmen entsprechend handeln, weshalb wir zu gegebener Zeit aus diesem Antrag an den Kreis heraus auch bei der Gemeinde Schwalmtal die Müllentfernung vor Pflege und Schnitt von Straßenbegleitgrün beantragen werden.

Denn Alyssa Linnemann von „Schwalmtal räumt auf“ hat schon Recht, wenn sie schreibt:

„Mensch, etwas Umweltschutz könnte so einfach sein!“

1 Kommentar zu „Erst sammeln, dann mähen.“

  1. Super Idee. Hab auch schon beim Joggen diverse Müllbeutel mit Plastikmüll und ähnlichem aufgehoben. Tut man auch gleichzeitig was für die Bewegung 😂

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