Unser Schwalmtal.
So gut. So nah.

Die Niederrhein Tourismus GmbH wirbt mit dem schönen Slogan: Niederrhein. So gut. So weit. Es könnte aber auch „So gut. So nah.“ heißen und wäre genau so wahr. Denn unter dem aktuellen Einfluss von Corona, aber und vor allem auch angesichts der Bedrohung unserer Erde durch die Klimakrise wird ein uralter Satz plötzlich wieder topaktuell:

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“

Spazierweg an der Schwalm

Urlaub in Deutschland ist im Trend. Und so sollten auch wir in Schwalmtal dringend an touristischen Konzepten arbeiten, die die Menschen von nah und fern überzeugen. Schwalmtal hat viel zu bieten: ein reges Vereinsleben, viele Initiativen für alle Altersklassen und verschiedenste Interessen. Ob Ortskernbesichtigungen mit dem Nachtwächter, interessante Einblicke in die lokale Geschichte durch den Heimatverein, Ausstellungen im Amerner Mühlenturm und die Tage der Kunst, attraktive Sportveranstaltungen, regelmäßige Marktfeste in Waldniel und urige Schützenfeste, die auch viel für junge Leute zu bieten haben. Diese Lebendigkeit spielt sich in einer sehenswerten, idyllischen Landschaft ab, die zum Wandern oder Radfahren einlädt – viele Gründe also, Schwalmtal zu besuchen.

Tourismus in Schwalmtal fördern

Um den Tourismus in Schwalmtal gezielt zu fördern, sollten wir meines Erachtens mit zwei Hebeln ansetzen:

  1. Alle Aktivitäten mit Anbietern vor Ort vernetzen und
  2. Schwalmtal besser in die Tourismus-Region Niederrhein einbinden

1. Gemeinsam mehr erreichen – ein starkes lokales Netz knüpfen

Unsere lokalen Angebote und Veranstaltungen sollten wir direkt mit Händlern und Gastronomen vernetzen. Wenn z. B. der Heimatverein Gäste hat, würden die sich bestimmt über ein exklusives Menu-Angebot freuen. Und dann gib es in teilnehmenden Restaurants Rievkook, Flöns oder Rheinischen Sauerbraten. Um nur einige Beispiele zu nennen. Wer eine Führung mit dem Nachtwächter gemacht hat, freut sich danach vielleicht über eine kleine Broschüre mit Tipps zum Einkaufen oder Ausgehen.

Aber auch größere Veranstaltungen im Umkreis – Konzerte im Hockeypark oder Heimspiele der Borussia – wären Gelegenheiten, Besucher von auswärts für Schwalmtal zu interessieren: Ein Wochenende Schwalmtal mit ein oder zwei Übernachtungen, Eintrittskarte und weiteren Angeboten oder Einladungen diverser Anbieter im Ort könnte für viele Besucher eine entspannte Alternative zum Stadtbesuch sein. Hier wären alle Schwalmtaler Geschäfte,  Gastronomiebetriebe und Kulturtreibende in allen Ortsteilen aufgerufen, eigene Ideen zu entwickeln und einzubringen.

2. Stärkere Partizipation in der Tourismus-Region – Schwalmtal besser vermarkten

Der Niederrhein mit den Kreisen Heinsberg, Viersen, Kleve und Wesel weist stetig wachsende Besucherzahlen auf, 2019 wurden 2.398.000 Übernachtungen verzeichnet. Diese Zahl allein macht deutlich, dass der Tourismus ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für uns ist. Wir haben das größte ausgebaute Radwegenetz Deutschlands. Da ist es kein Zufall, dass bei uns mit dem Niederrheinischen Radwandertag jährlich auch die wohl größte Radtour Deutschlands veranstaltet wird. Unsere wunderschöne Region kann dabei nicht nur mit eigenen Rädern, sondern auch dank der inzwischen 30 NiederrheinRad-Stationen ganz einfach mit Leihrädern erkundet werden. Ich finde, Schwalmtal braucht hier unbedingt eine Anbindung und sollte auch eine Station vorweisen.

Mühlenturm, Eingangstor Bethanien, Inselschlösschen, Hariksee, Kastanienallee

Schwalmtal selbst bietet zudem sehr schöne Wandermöglichkeiten und äußerst attraktive Ziele und sollte daher mit der Niederrhein Tourismus GmbH die regionale Einbindung und Vermarktung seines touristisch relevanten Angebots intensivieren.

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