Wind, kostenloser und unbegrenzter Energielieferant

Mit dem Global Wind Day findet am 15. Juni 2020 der Aktionstag der Windenergie statt. Diesen weltweiten Aktionstagfür die Windenergie gibt es bereits seit 2007. Umweltschützer betonen, dass diese Energieform besonders zukunftssicher sei, da Wind dauerhaft zur Verfügung steht. Zudem bestehen bei der Windenergie keine Risiken von großen oder extrem großen Umweltschädigungen wie bei Kohle- oder Atomstrom.

Foto: Werner Lüders

Derzeit nimmt die Windenergie mit 24,5% den ersten Platz unter den Erneuerbaren Energien ein, zur gesamten Stromerzeugung trägt die Windkraft 15% bei. Bis 2030 sollen die Erneuerbaren einen Anteil von 65% erhalten – für die Steigerung soll auch die Windenergie verstärkt genutzt werden. Dazu werden zwei Wege beschritten: neue Standorte und „Re-Powering“, also Neuinstallation effizienterer Anlagen. Größere, leistungsfähigere Anlagen werden dabei die Zahl der Windmühlen insgesamt verringern.

Foto: Dietmar Helmreich-Schwinge

Windenergie ist daher in Deutschland, und so auch bei uns in NRW eine tragende Säule der Energiewende. Windenergieanlagen haben sich schon nach wenigen Monaten energetisch amortisiert. Das heißt, spätestens nach einem halben Jahr hat eine Anlage so viel Energie produziert wie für Herstellung, Betrieb und Entsorgung aufgewendet werden muss.

Sonne und Wind als Basis für unser Stromsystem

Laut Flächennutzungsplan und dem gesamträumlichen Planungskonzept finden künftig bis zu 8 Windenergie-Anlagen Platz in Schwalmtal. Aktuell stehen Windräder zur Gewinnung von Windenergie bei uns in Eicken sowie in Renneperstraße. Die bisherigen 5 Anlagen in Eicken sind in die Jahre gekommen und sollen durch 3 neue, leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden.

1 neue Anlage produziert 7,5 Mio kWh/Strom für 2500 Haushalte. Das bedeutet, dass bei Ausnutzung des Potenzials von acht modernen Anlagen sämtliche Haushalte und die kommunale Infrastruktur rechnerisch allein mit Windenergie versorgt werden kann.

Fotos oben: Werner Lüders, unten: Dietmar Helmreich-Schwinge

Abgesehen vom Umweltschutz – lohnt sich das?

Dass sich der Einsatz erneuerbarer Energien langfristig und nachhaltig positiv auf unser Klima auswirken wird, ist unbestritten. Windenergieanlagen lohnen sich also auf jeden Fall, weil sie helfen, Kohle und Atomkraft überflüssig zu machen. Aber lohnt sich das auch in barer Münze?

Zunächst einmal ist Windstrom an Land laut einer Studie „in Deutschland mit Abstand die günstigste Energie in der volkswirtschaftlichen Gesamtbetrachtung“, dann zahlen die Betreiber der Windkraftanlagen natürlich Gewerbesteuer an unsere Kommune. Für Schwalmtal aber am wichtigsten ist aus meiner Sicht: Die Fraktion der Grünen befürwortet, Windkraftanlagen nicht wie bisher nur durch Investoren, sondern auch im Kommunalbesitz zu betreiben. Damit kommen auch die finanziellen Erträge allen Bürger*innen zu Gute. Dafür setze ich mich gezielt und intensiv ein, wenn ich die Wahl zum Bürgermeister von Schwalmtal gewinne.

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